Katzenupdate am 11.2.2015

Jaha! Ich hab das erste Kapitel hiermit beendet! Wie üblich hier zur Gesamtheit. Jetzt brauch ich dann nur noch einen richtige Überschrift für das erste Kapitel. Ich freue mich wie immer über Kommentare, Anregungen, Anmerkungen und Kuscheleinheiten. Viel Spaß!
Neko


Die nächsten Tage verbringe ich nur drinnen im Warmen und lasse es mir richtig gut gehen. Die meiste Zeit schlafe ich, lasse mich von meinem Frauchen verwöhnen oder nasche an kleinen Leckerlies. Ich habe auch ausgiebig Gelegenheit das komisch leuchtende Teil von meinem Menschen genauer zu untersuchen. Es riecht zumindest nicht nach etwas zu essen oder dergleichen, aber es wird angenehm warm und eignet sich daher ganz gut um sich darauf zu legen. Wobei so ein weiches Kissen doch um einiges angenehmer ist.

Alles ist in schnurrigster Ordnung und an Sherlock denke ich auch kaum noch. Ich strecke mich gemütlich im Kuschelzimmer aus während mein Frauchen unterwegs ist. Gähnend schaue ich den tanzenden Flammen im Kamin zu und rolle mich von einer Seite auf die andere. Ah, so lässt es sich durchaus leben! Kein Stress, niemand der irgendwelche seltsamen Sachen von mir verlangt und ganz besonders kein komisches Parlament und Wildkatzen die mich durch irgendeine Ausbildung hetzen wollen.

Ein eindringliches Räuspern bringt mich dazu die Augen zu öffnen, nur um in das flache Gesicht einer schwarzen Perserkatze zu starren. Sofort dringt ein möglichst tiefes Knurren aus meiner Kehle. „Och, das ist aber ein niedliches Knurren. Keine Angst, ich bin nicht hier um dir dein Revier streitig zu machen“, meint der Kater unbeeindruckt und streckt sich kurz eher mit einem kräftigen Satz seiner stämmigen Beine zu mir auf das Sofa springt. Misstrauisch beobachte ich ihn dabei und setzt mich auf ehe ich ihn frage: „Was willst du dann von mir?“

„Nur reden“, antwortet der Kater prompt, fügt aber kurz darauf hinzu: „Wie es scheint hast du ein kleines Problem mit dem Parlament und insbesondere mit einem gewissen Kater.“ Missmutig schaue ich die Perserkatze an und zucke mit den Ohren. „Ich wüsste nicht, was es da zu reden gibt!“, murre ich ungehalten. „Ehrlich gesagt eine ganze Menge. Aber davor sollte ich mich wohl vorstellen. Ich bin Watson“, entgegen er gelassen und reckt sich leicht. Schweigend schaue ich Watson an und lecke mir kurz über die Nase. „Ich sehe schon“, meint der Kater ganz nebenbei und macht es sich richtig gemütlich, „Du bist ein richtige Härtefall. Stur und unbeugsam. Oder ist es vielleicht nur dein verletzter Stolz?“

Erneut knurre ich möglichst bedrohlich, auch wenn es allen Anschein nach nicht den gewünschten Effekt hat. „Ich lass mich doch nicht einfach so über einen Hang werfen!“, maule ich anschließend ungehalten. Watson, der vermutlich fast dreimal so groß wie ich ist, zuckt nur leicht mit den Ohren. Er legt den Kopf ein wenig schief: „Und wie glaubst du hat sich Sherlock gefühlt? Sich von einen kleinem Kätzchen wie dir so auf den Arm genommen zu werden? Er mag ja etwas seltsam und eingebildet sein, aber das ist kein Grund so mit ihm umzugehen. Weiß du, er hat allen Grund auf sich selbst Stolz zu sein.“ Ich mache mich ganz klein bei der Ansprache. So hatte ich das ganze gar nicht betrachtet.

Watson nickt zufrieden, richtet sich auf und hopst dann mehr oder weniger elegant auf den Boden. „Du weiß also was nun zu tun ist, Pfötchen. Ich freue mich auf unser Wiedersehen, unter freundlicheren Bedingungen“, sagt der Kater kurz bevor er mit erhobenem Schweif aus dem Raum spaziert. Eilig stehe ich auf und springe herunter, hetzte dem Perserkater nach, nur um dann festzustellen, dass er nirgends mehr zu finden ist. Als hätte er sich in Luft aufgelöst. Einfach so. Poff! Weg. Nachdenklich zucke ich mit den Ohren und tapse wieder zurück ins Kuschelzimmer.

Nach einem Schläfchen springe ich von dem Sofa, gähne und strecke mich ausgiebig durch, sodass alle Muskeln so richtig schön durchgestreckt werden. Anschließend tapse ich gemütlich ins Fresszimmer und lasse mir die Milch schmecken. Frauchen scheint noch immer nicht wieder da zu sein, aber das ist auch nicht so ungewöhnlich. Ich lecke mir die Milchreste aus meinen Schnurrhaaren und mache mich langsam auf dem Weg zu der Katzenklappe. Vorsichtig stecke ich den Kopf nach draußen.

Schnell ziehe ich den Kopf wieder zurück. Da draußen stürmt es richtig! Das weiße Zeug fliegt mit einer irrwitzigen Geschwindigkeit durch die Gegend und lässt mich gerade mal bis zum Ende meines Gartens sehen. Brrr, was für ein ungemütliches Wetter. Unentschlossen schaue ich von der Klappe zum warmen Kuschelzimmer und wieder zurück. Ich könnte die Sache auch noch Morgen erledigen, wenn es weniger kalt und eisig ist. Andererseits will ich die Sachenhinter mich bringen! Genervt von meinen eigenen Gedanken schüttle ich den Kopf und springe beherzt nach draußen.

Kaum das ich meinen Garten hinter mir gelassen habe, bereue ich die Entscheidung. Es ist noch viel kälter und stürmischer als gedacht! Außerdem weht mir das weiße Zeug immer in die Augen. Die meiste Zeit sehe ich nur weiß und muss mich mehr darauf verlassen, dass ich den Weg noch richtig im Kopf habe. Die Kälte zieht mir langsam unters Fell und lässt mich erbärmlich zittern.

Mit klappernden Zähnen und schneebedeckt erklimme ich langsam den Hügel mit dem seltsamen Gebäude. Dort oben bläst der Wind noch stärker und eisiger. Außerdem ist eine Spur von Sherlock zu sehen. Ich schleiche mich vorsichtig in den Windschatten des Gebäudes und setze mich dort hin. Müde und vor allem durchgefroren hebe ich abwechselnd die Vorderpfoten. „Sherlock!“, mauze ich armselig gegen den Wind an: „Es tut mir leid!“ Nichts, es wird nur immer kälter und ich immer müder. Mir fällt es jetzt schon schwer überhaupt die Augen offen zu halten.

Erschöpft lasse ich mich in das weiße Zeug sinken, das mit einem Mal gar nicht mehr so kalt ist. Langsam schließe ich die Augen, es wird angenehm warm, fast wie zu Hause in meinem Kuschelzimmer vor dem Feuer. Herrlich warm und gemütlich. Schlafen! Ich will einfach nur Schlafen. „Stures Kätzchen“, vernehme ich in scheinbar weiter Ferne und öffne leicht die Augen. Im weißen Sturm kann ich kurz eine riesige Silhouette ausmachen ehe mir die Augen wieder zu fallen. Kurz darauf kann ich noch spüren wie ich sanft hochgehoben werde, ehe ich endgültig einschlafe.

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Freche kleine Katze mit einer Leidenschaft für Bücher und Geschichten :3 Meow!
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2 Responses to Katzenupdate am 11.2.2015

  1. Avatar von Textflash - Michaela Stadelmanns Autorenseite Wunderwaldverlag sagt:

    Hat dies auf Wunderwaldverlag rebloggt.

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