Katzenupdate am 1.4.15

April April!

Nein Nein, auch wenn es der erste April ist, ist das Katzenupdate kein Scherz. Ihr wollt ja immerhin wirklich wissen wie es weitergeht oder? Den Anfang von Kapitel 2 findet ihr hier.


Während wir uns langsam tiefer in der Mäusebau bewegen, wird die Vision klarere und zugleich erschreckender. An den Wänden finden sich abgenagte Tierknochen, übersät  von Nagetierspuren. Die Nager die wir hier sehen wirken anders, aggressiver und größer. Aber am schlimmsten ist die Beute! Es sind keine Insekten oder Körner. Diese Nager zerren Körperteile von Menschen durch die Gänge. Hier huscht eine Maus mit einem abgetrennten Finger durch die Gänge, dort mit einem Augapfel. Angewidert schüttle ich mich.

Silberfell führt uns ohne zu zögern tiefer in den Bau des Grauens. Zwar wirkt Weißpfote nicht weniger erschüttert als ich selbst, aber trotzdem folgt er ihr ohne zu zögern. Ich folge ihr ebenfalls artig, allerdings mehr weil ich nicht mit diesen gruseligen, menschenfressenden Mäusen alleine sein will, auch wenn es nur eine Vision ist. Das ist mehr als gruselig genug für mich!

Nur ein paar Minuten später finden wir uns in einer großen, finsteren Höhle wieder. In der Mitte befindet sich eine Grube aus der es seltsam herausleuchtete. Wie angewurzelt bleibe ich stehen, als ich sehe, was dort am Rand des unheilvoll leuchtenden Loches steht.
Eine riesige Maus! Mit schwarzem Fell, rot leuchtenden Augen und kleinen Hörnern auf dem Kopf. Die Schatten scheinen sich hinter ihr zu verdichten während sie mit einem grausigen Knirschen in ein Stück Fleisch beißt.

Die Grube beginnt intensiver zu leuchten während die dämonische Maus irgendetwas vor sich hin quietscht, mit fanatischer Stimme. Das glimmen der Grube nimmt weiter zu während sich immer mehr von den Nagern rund herum sammeln. Auch dieses Stimmen in das gruselige Quietschen mit ein. Ein kalter Schauer läuft mir über den Rücken sodass sich mein Fell aufstellt während die Augen der Mäuse beginnen mit der Grube im Einklang zu Leuchten.

Das Quietschen schwillt immer mehr an bis es ohrenbetäubend Laut ist und mit einem Mal verklingt. Gespenstische Stille breitet sich aus, nur noch aus der Gruber erklingt ein leises Schaben. Stur halten die Nagetiere ihren Blick auf die Grube gerichtet. Ich kann gar nicht anders als ebenfalls zu dem seltsam leuchtenden Loch mit einem unwohlen Gefühl zu starren. Noch bevor ich mir in Gedanken die Frage stellen kann, worauf sie nun warten, beginnt die ganze Höhle zu beben! Rissen beginnen sich durch die Wände zu ziehen während der Rand der Grube  in die Tiefe stürzt. Plötzlich, begleitet von einem markerschütternden Kreischen, schießt eine dämonische Hand aus der Grube!

Völlig regungslos vor Schock starre ich den roten, vernarbten Arm an. Die krallenartigen Nägel, hornartige Auswüchse an den Knöcheln und mit schwarzen Zeichnungen bedeckt. Gebannt schaue ich zu wie sich der Arm langsam bewegt, nach etwas tastend. Dabei kommt er immer näher auf mich zu, bis er schließlich direkt vor mir ist. Erneut hebt sich der monströse Körperteil ehe es direkt auf mich zukommt! Ein Schrei voller Entsetzen und Panik dringt aus meiner Kehle während ich es zugleich irgendwie schaffe meine Starre zu überwinden. Ein rettender Sprung nach hinten um mich aus der Reichweite des Dämonenarms zu bringen ist alles was mir bleibt.

Ein stechender Schmerz zieht sich durch meinen Kopf, sodass ich die Augen mit einem leisen fauchen schließe. Als ich sie nach ein paar Augenblicken wieder öffne, befinde ich mich wieder im Wald. Keine Spur von einem Dämonenarm oder seltsamen Mäusen. Nur Weißpfote und Silberfell schauen mich ein wenig besorgt an. „Du musst einen ganz schönen Schreck bekommen haben, dass du nach hinten gegen den Baum gesprungen bist“, mein die Sucherin mit leicht schief gelegtem Kopf ehe sie sorgsam meinen Hinterkopf betrachtet. „Nur ein Kratzer“, stellt sie zufrieden fest und leckt sanft über die Wunde.

„Sind Visionen immer so intensiv?“, fragt Weißpfote schließlich nervös. Ganz hibbelig bewege er seine Vorderpfoten auf und ab während er zugleich immer wieder nervös zu dem Ursprung der Vision schaut. Seinem Blick folgenden murre ich: „Ja, das war wirklich verdammt intensiv und gruselig.“
Silberfell mustert uns Beide nun sehr eingehend. „Für gewöhnlich sind es selten so klare Visionen. Meistens sieht man nur einen kleinen Ausschnitt aus der möglichen Zukunft oder der Vergangenheit. Wir müssen die Vision dem Parlament mitteilen. Eventuell kommt etwas Großes auf uns zu. Ihr Zwei geht am besten nach Hause. Ich melde mich bei euch“, erklärt sie mit zuckenden Ohren und macht sich dann auch schon auf den Weg.

Weißpfote und ich haben nicht einmal Gelegenheit Einspruch zu erheben, so schnell ist Silberfell weg. Etwas verdutzt sitzen wie auf der Lichtung und schauen uns gegenseitig an. „Tja, war doch ein Aufregender Tag, meinst du nicht?“, fragt mich der Kater schließlich mit leicht schief gelegtem Kopf. Mit einer Pfote reibe ich mir den Hinterkopf ehe ich antworte: „Ich weiß nicht ob mein armer Kopf viel mehr von solcher Aufregung aushält. Das war jedenfalls mehr gruseliges als ich erwartet hatte.“
Nachdenklich lasse ich meinen Blick nochmal zu der Opfermaus schweifen. „Das alles nur mit einer Maus. Ist schon etwas irre“, murmle ich leise Richtung Weißpfote. Dieser schwillt geradezu an vor lauter Stolz und nickt mehrmals bekräftigend. „Vermutlich bin ich einfach ein Naturtalent als Sucher!“

Über Neko

Freche kleine Katze mit einer Leidenschaft für Bücher und Geschichten :3 Meow!
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Eine Antwort zu Katzenupdate am 1.4.15

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