Katzenupdate am 15.04.15

So, heute ist das Update wieder früher. Pfötchen ist wohl ein wenig durchsichtiger als sie selbst dachte. Viel Spaß!

schnurrig
Neko


Lautlos beobachte ich die kleine Maus noch ein wenig, wie sie mit ihren winzigen Pfoten versucht durch das gefrorene Erdreich zu kommen. Schnell ist mir aber das Geräusch der Krallen, wie sie über den Dreck gleiten zu anstrengende und ich hebe langsam eine Vorderpfote um Whiteny zu stupsen.

 Kaum dass ich mit der Pfote ihr Fell berühre, springt sie hoch und verschwindet hinter dem Rand des Blumentopfes. Fasziniert von der Sprungkraft der Maus, starre ich ihr regungslos nach. Es dauert nicht lange, dann höre ich Whiteny auch schon quietschen: „Du schon wieder! Hast du nichts bessere zu tun, als mir aufzulauern und mich zu erschrecken? Und warum verdammt nochmal verfolgst du mich?“ Dabei springt sie aufgeregt umher.

Ja, ganz genau die Art Maus mit der man sich nicht anlegen will. „Hey, ganz ruhig. Ich bin nicht hier um dich zu erschrecken“, versuche ich es mit beruhigender Stimme. Whiteny starrt mich ungläubig an während sie mit den Pfötchen ihre Tasthaare putzt.
Blinzend beobachte ich das Mäuschen eingehend und versuche dabei so ungefährlich wie möglich zu wirken. Mit sanft schnurrender Stimme versuche ich es dann erneut: „Ich will dir auch wirklich nichts tun. Eigentlich möchte ich dir sogar helfen.“ Weiter komme ich gar nicht, da unterbricht sie mich auch schon: „Du willst mir helfen? Ausgerechnet so ne Hinterhältige Katze?“

Tief durchatmen, ganz ruhig bleiben und ja nicht ausflippen. Genau das muss ich mir mehrmals in Gedanken sagen bevor ich fortfahre: „Ja, also hör zu. Ich hab einen recht großen Garten und mein Frauchen gehört eher zur gemütlichen Sorte. Es fällt jedenfalls eine Menge Zeugs ab. Gemüse und so. Wenn du kein Chaos anrichtest, könntest du ja mitkommen.“ Damit wären die Bedingungen klar dar gelegt. Whitenys Bewegungen sowie das zucken ihrer Ohren verraten mir recht genau, dass sie es in Erwägung zieht.

„Okay, Flohteppich, wo ist der Hacken an der Sache?“, fragt sie schließlich kritisch nach während sie sich zugleich ordentlich aufplustert. „Kein Hacken, zumindest kein direkter. Es könnte aber eventuell sein, dass ich ein paar Informationen brauche könnten“, meine ich in ehrlichem Ton. Kaum ausgesprochen macht Whiteny auch schon einen Satz auf mich zu.

„Aha! Du brauchst also eigentlich nur einen kleinen Spion was? Na gut, eine Pfote wäscht die andere. Du bietest mir eine halbwegs gemütliche Unterkunft und genug zu futtern, dafür bekommst du von mir Informationen. Abgemacht?“, schlägt die Maus aufgerichtet vor. So schnell wollte ich mich eigentlich nicht durchschauen lassen, aber wirklich eine andere Wahl habe ich so gesehen auch nicht. Ich gebe mich bewusst nachdenklich ehe ich dann zustimme. „Na gut, aber wenn du darfst mich nicht schlecht vor den Menschen dastehen lassen!“

Whiteny nickt zustimmen und hopst dann elegant aus dem Blumenkasten. „Also Pawsie, wo geht’s lang? Ich hoffe es gibt auch gleich was zu futtern, ich hab richtigen Kohldampf!“, quietscht sie begeistert. Ich dagegen bin mir nicht mehr ganz sicher ob das die beste Idee war. Mit zuckenden Ohren deute ich kurz in die richtige Richtung und tapse gemütlich los. Hoffentlich sieht mich niemand mit einer Maus an meiner Seite durch die Straßen schlendern, das würde meinen Ruf nachhaltig Schaden.

Sicherheitshalber verlasse ich schnell die offenen Straßen und nehme eher abseits gelegene Pfade. Zwar dauert es dadurch ein wenig länger, aber es ist eben auch unauffälliger. Einige Male muss ich allerdings meine Schritte drosseln, damit ich Whiteny nicht verliere. Dabei nutzt sie diese Gelegenheit natürlich um mich als ungehobeltes Flohtaxi oder ähnliches zu bezeichnen. Eine ziemlich farbige Sprache hat sie, die kleine Maus.

Als wir vor dem Garten stehen, macht Whiteny große Augen. „Das ist aber mal ein netter Garten. Was macht dein Frauchen eigentlich so?“, fragt sie neugierig. Ich schleiche mich gerade durch das Gatter ehe ich antworte: „Weiß nicht so genau. Sie tippt gerne auf komischen, leuchtenden Geräten herum. Scheint ihr Spaß zu machen.“
„Auch gut, solange sie mich nicht totschlagen will!“ Damit hüpft die Wüstenspringmaus auch schon in den noch ziemlich weißen Garten und huscht auch schon geschäftig umher.

Mit einem wachsamen Auge auf der etwas überdrehen Maus bewege ich mich zur Klappe. Schnell mach ich es mir davor gemütlich während Whiteny den ganzen Garten in Rekordgeschwindigkeit auskundschaftet. Kein Schläfchen später sitzt sie direkt vor meiner Nase und meint: „Hier ist es wirklich schön und ich glaube ich habe auch schon ein gutes Versteck gefunden. Was gibt’s nun zu essen?“

Mit leicht schief gelegtem Kopf lecke ich mir über die Nase. „Müsste ich nachschauen“, antworte ich ein wenig verwundert. Schneller als ich gucken kann springt Whiteny auch schon frech auf die Klappe zu und drückt sich durch. „Na los, komm schon! Ich hab Hunger!“, höre ich sie noch rufen. Schnell bin ich auf den Pfoten und folge ihr durch die Klappe.

 

Über Neko

Freche kleine Katze mit einer Leidenschaft für Bücher und Geschichten :3 Meow!
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Eine Antwort zu Katzenupdate am 15.04.15

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