Katzenupdate am 22.04.15

Pünktlich zum Bergfest gibt es wieder ein kleines Update rund um Pawsies Abenteuer.

Schnurrig
Neko


„Wo bleibst du denn?“, quietscht es mir schon entgegen, kaum dass ich mich durch die Klappe geschoben habe. Das kann doch nicht wahr sein! Die verflixte Maus ist schon wieder auf und davon. Ich kann doch hier kein Nagetier rumlaufen lassen, das würde meinen Ruf völlig ruinieren. Genervt folge ich Whitenys Spur. Zum Glück kennt sie sich hier noch nicht aus, sonst würde sie sich vermutlich noch schneller Bewegen.

„Hey, Whiteny? So war das aber nicht ausgemacht! Was ist wenn dich wer sieht?“, rufe ich ihr nach, als sie gerade mit drei gewagten Sprüngen von Boden über die Griffe an den Schubbladen auf die Arbeitsfläche. Dort wo mein Frauchen immer mein Fresschen zubereitet. Ich folge ihr mit einem großen Sprung. „Du kannst doch hier drinnen nicht einfach rumrennen“, meine ich zu ihr während ich sie eindringlich ansehe. Whiteny putzt sich nur ihre Tasthaare und schüttelt sich dann. Frech stellt sie sich auf ihre Hinterbeine ehe sie mir antwortete: „Na, nun sei keine solche Pussy. Ist doch niemand zuhause.“

Noch bevor ich irgendwie reagieren kann, dreht sie sich auch schon um und huscht weiter. Genervt schüttle ich einfach nur den Kopf. Auf was hab ich mich da nur eingelassen? „Hey, Flohbeutel! Sagtest du nicht hier gäb‘s was zu futtern?“, ruft Whiteny schließlich. Ein kurzer Blick zu der Maus und ihrem Standort direkt auf dem komischen Teil wo es dann immer so zischt ehe ich mich umdrehe. Mit einer Pfote deute ich auf die Schüssel. „Da rein wirft Frauchen normalerweise das Zeug, das dann in den Garten kommt.“

Kaum ausgeredet kleines kommt Whiteny angerannt. Sie hält nicht einmal inne, sondern springt direkt in die grüne Schüssel. Zum Glück sind Mäuse recht stabil, sonst hätte ich mir bei dem anschließenden Geräusch Sorgen gemacht. Allerdings erklingt kurz darauf genüssliches Schmatzen aus der Schüssel und als ich hinein sehe, sitzt sie, ganz gemütlich an einem Stück Karotte knabbernd, da. „Zufrieden?“, frage ich mit einem leicht genervten Seufzer. Antwort bekomme ich keine, stattdessen greift sich die Wüstenspringmaus gleich das nächste Stück.

„Na, zumindest etwas läuft ganz gut“, meine ich lautlos zu mir selbst ehe ich mich genüsslich ausstrecke. Ein wenig Sonnenlicht dringt durch das Fenster und scheint mir gerade richtig auf den Pelz. Genau der schnurrige Moment um ein kleines Schläfchen einzulegen. Im Haus ist alles ruhig bis auf Whitenys Schmatzen. Kaum daran gedacht fallen mir auch schon die Augen zu.

Klack, Klack, Klack. Klick, Klack, Klack und dann plötzlich Stille. „Cleopatra! Sieht du zu, dass du da runter kommst!“, weckt mich die aufgebrachte Stimme meines Frauchen völlig aus dem Schlummer. Schnell springe ich auf und schaue panisch in die Resteschüssel. Keine Spur von einer Maus! Erleichterte atme ich aus, nur um dann am Nackenfell hoch gehoben zu werden.

Ich knurre leise während mich mein Mensch direkt vor ihr Gesicht hält und mich ernst ansieht. Sie stupst mir mit einem Finger an die Nase und meint ernst: „Du weißt genau, dass du auf den Tischen nichts zu suchen hast. Wehe dir, wenn ich dich nochmal erwische!“ Damit lässt sie mich auch schon runter. Kurz darauf bekomme ich noch einen eher weniger sanften Schubser von den Füßen ab.

Leise grummelnd verziehe ich mich aus dem Futtertraum. Kaum draußen schaue ich mich panisch nach Whiteny um. Wo kann die freche Maus nur hin sein? „Whiteny? Wo bist du?“, rufe ich fragend während ich zugleich meine Nase einsetze, um eine Spur von ihr zu finden. Überall scheint das kleine Mistding gewesen zu sein, zumindest wenn man nach den Fährten geht, die kreuz und quer verlaufen.

„Wenn ich dich erwische!“, fluche ich leise vor mich hin, ehe ich der Nächstbesten und möglichst frische Fährte folge. Dieses Mal scheine ich zumindest ein wenig Glück zu haben. Die Fährte wird nicht kalt, obwohl sie mich quer durch die Zimmer und mehrmals an der Klappe vorbei führt. Schließlich endet die Spur in meinem Kuschelzimmer, direkt vor der schönen, weichen Couch.

Dort finde ich die freche Maus dann auch. Zwar muss ich ein wenig Suchen, aber zwischen zwei kuscheligen Kissen liegt sie richtig gemütlich zusammen gerollt. „Verdammt Whiteny! Du kannst dich doch nicht hier drinnen verstecken!“, mauze ich sie ein wenig sauer an. Die Wüstenspringmaus lässt sich davon allerdings nicht beeindrucken. Ohne große Eile streckt sie sich und putzt ihre Tasthaare. Erst danach sieht sie mich überhaupt an. „Ach, mach hier nicht so n Stunk! Die Olle findet mich garantiert nicht“

„Es ist ja auch schon mehr als ausreichend, wenn sie der Meinung ist, hier wäre ne Maus. Willst du unbedingt, dass ich Probleme bekomme?“, knurre ich eicht genervt. Immer noch nicht Beeindruck schüttelt sich Whiteny kurz ehe sie antwortet: „Reg dich wieder ab, Pawsie. Ist ja nicht so, als wäre irgendwas passiert. Außerdem ist es draußen immer noch verdammt kalt.“
Nervöse fahre ich meine Krallen aus und kratze dabei leicht über die weiche Polsterung. Das kann doch alles einfach nicht wahr sein! Ich streite mich mit einer Maus darüber, ob sie raus muss. Noch dazu ist mein Mensch nicht weit weg.

Ich atme tief durch und fixierte dabei Whiteny mit den Augen. „Jetzt komm sofort mit raus, sonst ist unsere Abmachung Null und Nichtig!“, drohe ich der Springmaus mit einem tiefen Knurren. Mit schief gelegtem Kopf schaut sie mich einen Moment lang an, ehe sie dann los tapst. „Na gut, aber wenn ich erfriere ist das deine Schuld“, meint sie mit zuckenden Ohren während sie mit einem Sprung auf dem Boden landet. Dieses Mal lasse ich sie aber nicht aus den Augen.

Wachsam und mit nervös zuckenden Ohren folge ich Whiteny, wie sie sich langsam zur Klappe schleicht. Meine Nerven sind bis zum Reißen gespannt. Bei jedem Geräusch erwarte ich schon, dass mein Frauchen plötzlich dasteht. Zum Glück verläuft alles ohne Zwischenfälle bis sich Whiteny wiederwillig durch die Klappe quetscht. Ich schaue noch kurz nach hinten, ob das Ganze auch ja niemand gesehen hat, ehe ich ebenfalls nach draußen gehe.

Dort wartet die freche Maus auch schon auf mich. „Wie bist du überhaupt an mir vorbei gekommen?“, frage ich sie immer noch recht ungehalten. Whiteny zuckt mit der Nase und antwortet dann eingebildet: „Also wirklich! Ihr Stubentiger glaubt auch, dass sonst niemand Schleichen kann. Als hättet ihr das alleinige Anrecht auf lautloses Bewegen!“ Ich quittiere diese Aussage nur mit einem leisen Knurren bevor ich der frechen Wüstenmaus einen leichten Stups gebe.

 

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3 Responses to Katzenupdate am 22.04.15

  1. Avatar von Petra Jäger monni sagt:

    Ganz schön wüste (freche) Maus, diese Wüstenmaus. Schöne Geschichte. Wünsche Dir einen prima Tag, Monni

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  2. Pingback: Katzenupdate am 22.04.15 | Lesbar und Texterei von Texthase Online

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