Wie gestern bereits gesagt kommt nun der Beitrag.
Das früher Mittelalter beginnt grob mit dem Fall des weströmischen Reiches. Das hat natürlich einen direkten Einfluss auf die Esskultur in den romanisierten Gebieten. Grob kann man sagen, dass es zu beginn des Mittelalters 2 unterschiedliche Ernährungsgewohnheiten gab, die dann mit der Zeit verschmolzen sind.
In stark romanisierten Gebieten überwog die griechisch – römische Ernährung, welche in erster Linie vegetarisch war, aber auch recht viel Milchprodukte enthielt. Fleisch, insbesondere Wild, wurde weniger gegessen. Fisch vermutlich je nach Lage. Aber hauptsächlich wurde Getreide verwendet.
Und dann gab es die barbarischen Gebiete. Hier wurde zwar auch Gemüse und Getreide gegessen, aber Fleisch spielte eine wesentlich größere Rolle, besonders Wild und Fisch.
Was wurde aber so grob zu der Zeit wirklich gegessen? Keine Kartoffeln und Tomaten, die gab es ja damals noch nicht. Brot und Getreidebrei, Eintöpfe, Gemüse aller Arten, Nüsse und auch Fleisch. Wobei Hühnerfleisch das billigste war während Rinderfleisch am teuersten war. Fisch wurde je nach Gegend mehr oder weniger gegessen.
Durch kirchliche Festtage an denen man kein Fleisch essen sollte, wurde man recht kreativ was den Lebenszyklus von Tieren anging. So ging man davon aus, dass Schwäne aus Muscheln schlüpfen würden und daher Fische wären.
Achja, auch Reis war bereits den Römern bekannt, setzte sich aber nicht als Nahrungsmittel durch sondern wurde als medizinische Pflanze verwendet.
Und was wurde Getrunken? Wein, Met und Bier! Wobei das Bier nichts mit dem zu tu hatte, was wir heute so kennen. Es wurden einfach alle Getreidesorten zum Bierbrauen verwendet, aber kein Hopfen. Das Getränk war trübe und fluselig und süßlich und leicht verderblich. Die hatten damals wohl keine Zwerge die ihnen das Bierbrauen beibringen konnten.
Wein dagegen kam in erster Linien durch die Römer in alle Gebiete und galt durchgehend als Gesund, ähnlich wie der wesentlich aufwendig herzustellende Met. Wobei der Wein, wenn er nicht süß genug war, mit Honig nachgesüßt oder auch mit Gewürzen verfeinert wurde.
Brot und Wein setzten sich auch durch die Verbreitung des Christentums immer größere Beliebtheit. Ihr wisst schon, das Brot brechen und die Wasser zu Wein Nummer.
Gewürze dagegen war sehr teuer und meist nur von den Adeligen erschwinglich. Besonders Pfeffer und Safran. Andere Gewürzpflanzen dürften aber auch verwendet worden sein. Besonders das Zeug, dass eh so überall wächst. Wobei das auch wieder von den Gebieten abhängt.
Salz gehört auch die den teureren Gewürzen und war daher nicht so einfach zu erhalten. Was wiederum die Verwendung von Pökel- und Wurstprodukten in den ärmeren Bevölkerungsschichten eigrenzte.
So, das reicht erstmal.
Schnurrig
Neko



Sehr interessant. Danke für die Info!
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Immer gerne. Im übrigen standen Katzen auch nicht auf dem Speiseplan 😉
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Hat dies auf Wunderwaldverlag rebloggt und kommentierte:
Omnomnomnomnom … historischer Nachtisch!
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Hat dies auf Wenn Tinte aus den Fingern fließt… rebloggt und kommentierte:
Zu dem Krautzeugs, das man so zum Würzen verwendete, gehörte übrigens auch die Knoblauchrauke, die heute anscheinend niemanden mehr interessiert. Egal, wo man momentan ist, überall wächst sie, mit ihren großen Blättern und den weißen Blüten. Das muss damals ähnlich gewesen sein, denn sie wurde viel verwendet – zum Teil aber auch angebaut. Der Geschmack erinnert an Knoblauch, daher der Name. Zu beachten ist allerdings, dass man sie besser nicht lange mitkochen sollte – dann verliert sie den Geschmack. 😉
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