Katzenupdate am 27.5.15

Endlich wieder ein Katzenupdate. Allerdings muss ich dem Zuge sagen, dass es in Zukunft eher unregelmässig weiter gehen wird. Ich möchte mich auf ein anderes Projekt konzentrieren, werde aber weiterschreiben wenn mich die Katzenmuse beißt. Viel Spaß!

Neko


Kaum ist mein Fell auf Hochglanz geleckt, schnappt mich mein Frauchen von hinten und hebt mich sanft hoch. Schnurrend kuschle ich mich an sie während sie zugleich auf liebevolle Art meine ganzen Morgenarbeit zerwuschelt. „Ich hab was für dich meine Süße!“, raunt Frauchen mir sanft in die Ohren. Während sie mich mit einer Hand festhält, kramt sie mit der anderen in einer Tasche rum. Es dauert auch gar nicht lang bis sie dort ein rundes Ding gefunden hat. Anschließend setzt Frauchen mich ab, krault mich weiter zwischen den Ohren und stülpt mir das runde Ding plötzlich über!

„Jetzt halt doch still! Das muss nur noch etwas angepasst werden“, redet mein Mensch auf mich ein während ich mich winde und gegen dieses komische Ding um meinen Hals wehre. Was soll das Ding da überhaupt machen? Trotz meiner heldenhaften Versuche ohne Einsatz meiner Krallen mein Frauchen davon zu überzeugen, dass sie mir das Ding verdammt nochmal wieder abnehmen soll, bleib es um meinen Hals hängen. Sein meint dann auch noch recht stolz: „So nun hast du auch ein schönes Halsband mit deinem Namen.“ Na toll! Wozu das wohl gut sein soll? Ich kann ja doch nicht lesen. Außerdem weiß ich doch wer ich bin.

Dafür aber kann ich ein paar extra Kuscheleinheiten einfordern. Mehr oder weniger zufrieden gestellt, lasse ich mich von meinem Menschen ordentlichen verwöhnen. Schön intensives Kraulen unter dem Kinn, zwischen den Ohren und am Bauch lasse mich den Ärger mit dem Band fast vergessen. Dummerweise aber auch alles andere.

„Und jetzt gehen wir Spazieren!“, verkündet Frauchen mit einem breiten Grinsen. Mir schwant übles. Wir gehen spazieren?
Die Antwort kommt schneller als mir lieb ist. Frauchen kommt mit einer langen, komischen Schnur wieder und lässt sie vor meinen Augen herumbaumeln. Fasziniert schaue ich der Schnur nach ehe ich auch schon mit den Pfoten danach schlage. Aber das verdammte Ding weicht immer wieder aus! Sanft krault mich mein Mensch zwischen den Ohren während sie vergnügt meint: „Das ist doch kein Spielzeug, Cleo.“ „Doch ist es schon!“, mauze ich schnurrend zurück. Aber natürlich versteht sie kein Wort.

Ein Klick aus der Nähe meines Halses ertönt und schon ist die Schnur nicht mehr in Reichweite. Eigentlich ist sie sogar direkt hinter mir! Dummerweise aber kann ich mich drehen wie ich will ohne sie zu erreichen. Irritiert starre ich mein Frauchen an. Diese verdammte Schnur führt von dem komischen Ding an meinem Hals direkt in ihre Hände. Was das nun wohl soll? Ich glaube ich hab sowas schon Mal bei einem Hund gesehen. Die Menschen scheinen sich von denen durch die Gegend führen zu lassen. Soll ich das nun etwa auch machen? Na, mal sehen. Noch ist das letzte Wort nicht gemauzt!

Ein paar Augenblicke später sitze ich auch schon vor der Tür, mein Frauchen fest an der Schnur. Allerdings sieht es nicht danach aus, als würde sie sich von mir irgendwohin führen lassen. Eher macht es den Anschein, ich solle folgen. Aber so wirklich Lust habe ich nicht. Stur bleibe ich einfach sitzen, auch als mein Mensch recht energisch an der Leine zieht. „Jetzt komm schon Cleo! Du liegst sowieso zu viel herum. Ein wenig Bewegung wird dir gut tun“, mein meine Mensch leicht schmollend. Ich lege den Kopf leicht schief und gähne ausgiebig. Als ob ich mich nicht genug bewegen würde! Das ist ja wohl eine Frechheit.

Trotzdem lässt Frauchen einfach nicht locker, bis ich sie dann soweit habe, dass sie mich einfach auf den Arm nimmt und losgeht. Tja, zumindest muss ich nicht selbst gehen. Relativ schnell geht es dann von der sicheren Heimat weg über die Straßen zwischen den Feldern, auf dem knirschenden, weißen Zeug. Der Tragekomfort hält aber auch nicht so lange an. Kaum dass wir ein ordentliches Stück weit weg sind, setzt sie mich wieder auf den Boden ab und geht einfach los. Mürrisch folge ich meinem Frauchen schließlich. Irgendwie bleibt mir auch nicht viel was Anderes übrig.

Eigentlich ist es ja auch recht lustig. Ich kann mein Frauchen mit der doofen Schnur ziemlich in den Wahnsinn treiben indem ich die ganze Zeit einfach rund um ihre Beine schleiche. Oder ich springe durch Zäune, krieche unter irgendwas hindurch und all so ein Zeug. Das bringt sie so ziemlich zur Verzweiflung. Aber Frauchen kann auch ziemlich stur sein. Wir kommen zwar langsamer voran als sie gerne würden, aber immerhin kommen wir voran. Oder so ähnlich.

Was mir aber an der ganzen Sache mit der Schnur am besten gefällt, ist die ganze Aufmerksamkeit die ich bekomme! Ja, jedes Mal wenn wir jemanden treffen werde ich vorgestellt, werde gekrault und bekomme ordentlich Kuscheleinheiten. Wobei bei dem komischen Wetter heute nicht so viele Menschen unterwegs sind. Ich könnte mich jedenfalls daran gewöhnen so ausgiebig beschmust zu werden. Außerdem hat Frauchen auch ein paar Leckerlies mit. Die bekomme ich aber nur, wenn ich das mache was sie will oder ich sie ihr aus der Hand klauen kann. Letzteres ist öfter der Fall.

Frauchen ist auf alle Fälle recht enthusiastisch und nachdem ich aufgehört habe, sie bei jeder Möglichkeit mit der Schnur zu ärgern, geht es recht flott dahin. Weiter als mich meine Ausflüge bisher gebracht haben. Könnte aber auch daran liegen, dass ich lieber über Felder streune als über Straßen. Besonders interessant wird es aber erst, als wir den Fluss erreichen. Das Wasser plätschert so vor sich hin während wir am Rand entlang spazieren. Immer wieder bleibe ich neugierig lauschend stehen ehe Frauchen mich mit einem Zug an der Schnur wieder dazu bringt weiter zu tapsen.

Dann erreichen wir sie! So etwas habe ich noch nie gesehen. Eine Straße die einfach über den grünen Fluss führt. Einfach so. Mit einem etwas mulmigem Gefühl folge ich meinen Menschen darauf. Es macht ja einen recht stabilen Einfluss und von dem Wasser kann ich gar nichts sehen. Aber hören kann ich es ziemlich gut. So ganz traue ich dieser komischen Straße jedenfalls nicht. Es können auch nur Menschen so verrückt sein, einfach eine Straße über einen Fluss zu bauen. Ich bin richtig froh, als wir die andere Seite erreichen. Dort queren wir noch eine Straße ehe sie endlich wieder ruhiger wird. Der ganze Lärm ging mir schon langsam auf die Schnurrhaare.

Hier lässt es sich nun recht gemütlich zwischen den Häusern hindurchspazieren ehe wir dann an eine lange Reihe voller Bäume kommen. Sanft murmelt ein kleines Flüsschen nebenher und die harte Straße wird wieder von mehr oder weniger gefrorenen Boden ersetzt. Der gemütliche Weg wäre vermutlich noch schöner, wenn alles Grün wäre. Nur leider ist alles noch weiß. Nichts destotrotz genieße ich diesen Teil der Strecke immens. Viele verschiedene Gerüche sowie Sachen zum Ansehen. Darum dauert das Ganze auch um einiges länger als von meinem Frauchen gewünscht. Nachdem wir das Ende des Weges erreicht haben, geht es wieder auf einer harten Straße weiter. Dann geht es auch schon wieder zwischen den Häusern dahin.

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Eine Antwort zu Katzenupdate am 27.5.15

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