Auf Augenhöhe

Einige erinnert sich noch an das Angebot von Michaela und dem Wunderwaldverlag, Text auf Augenhöhe zu begreifen.

Nun hab ich wohl etwas zu viel geistigen Leerlauf gehabt und mir die Sachen mal durchs Köpfchen gehen lassen. Dabei bin ich zu einem faszinierendem Ergebnis gekommen: Es ist eigentlich scheiß egal. Wirklich, ist komplett und völlig Schnuppe ob Verleger oder Leser einen Text auf „Augenhöhe“ begreifen. Ihr fragt euch nun sicher warum. Das hat mehrere Gründe.

Punkt 1 wäre mal, dass es bei bellestrischen Werken meist eher weniger zu begreifen gibt. Das sind keine Fachbücher oder Doktorarbeiten wo man irgendwas begreifen muss. Natürlich ist es schön, wenn wer auf derselben Wellenlänge ist.

Punkt 2 trifft vermutlich nur auf mich zu, aber ich wollte mit meinen bisherigen Werken eigentlich niemanden irgendwas begreiflich machen. Zwar hab ich ne Idee im Oberstübchen die sich mehr oder weniger auf aktuelle Entwicklungen stützt und man vermutlich als Warnung oder Kritik an der gesellschaftlichen Entwicklung werten könnte. Aber auch dieses Werk soll dann in erster Linie unterhalten.

Dazu kommt, dass sich die Frage „Was hat sich der Autor dabei nur gedacht“ bei mir irrelevant ist. Meistens ist die Frage, was ist den Charakteren dabei durch den Kopf gegangen? Die frechen Dinger entwickeln auch nur  zu gerne ein Eigenleben.

Naja, das ist allerdings nur meine Meinung.

schnurrig
Neko

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About Neko

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4 Responses to Auf Augenhöhe

  1. Avatar von Textflash - Michaela Stadelmanns Autorenseite Wunderwaldverlag sagt:

    Liebe Neko, selbst bei seichter Unterhaltung, wie ich sie publiziere, bleibt die Unterhaltung auf der Strecke, wenn der Schreiber nicht die richtigen Worte findet. Und Belletristik wuchert mit Emotionen – die ebenfalls nur „begriffen“ werden, wenn der Autor sich passender Begriffe bedient. Somit muss man sehr wohl „erkennen“ können, was das steht, auch wenn es nicht um abstraktes Wissen geht.
    Aber in einem Punkt gebe ich dir Recht: Wer immer mit wem auf „Augenhöhe“ diskutiert, ist nicht nur der Conchita total Wurst. Dass Verleger mit Vorbehalten leben, leitet sich von der Rolle ab, die ihnen vom Betrachter verliehen wird … so meine Erfahrung.

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  2. Avatar von Textflash - Michaela Stadelmanns Autorenseite Wunderwaldverlag sagt:

    Hihi, und hier noch der passende Link: https://erzaehlmirnix.wordpress.com/2015/06/23/unsinn-2/

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  3. Avatar von Imort Imort sagt:

    Ich finde es fundamental wichtig, dass sich die Handlung dem Leser erschließt, bzw. dass sie für ihn begreifbar ist. Natürlich darf sie ihn fordern und an Neues heranführen. Dennoch ist es aus meiner Sicht extrem wichtig, dass ein begreifbarer Bezug vorhanden ist und auch bleibt.

    Perspektive Autor:
    Es beginnt damit, das in der Regel eine Zielgruppe angesprochen wird. Ein ganz einfaches Beispiel: Schießt ein Kinderbuch mit Fachterminologie nur so um sich, dann wird die Geschichte wohl kaum Anklang finden und nicht gelesen. Denn die Fachausdrücke erschließen sich dem Kind nicht. Folglich ist die Geschichte nicht auf Augenhöhe.
    Anders herum, drückt sich ein fachlich gelagertes Buch in zu kindlichen bzw. unbeholfenen Worten aus, es mag begreifbar sein aber mangels Augehöhe wird es sicherlich keinen Leser finden.

    Perspektive Verleger:
    Diese ist oben vom Wunderwaldverlag aufgeführt.

    Oder meintest du mit begreifbar evtl. etwas gänzlich anderes?

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