Autoren und das wehwechen mit der Zielgruppe

Nach einem mehr oder weniger leicht deprimiert klingende Eintrag von Alicia Mirowna (Confessions Of A Storyteller: Die Welt auf meinen Schultern … | Wunderwaldverlag.) habe ich mir auch mal Gedanken um das Thema gemacht. Bekanntlich denken großen Geister ja ähnlich.

Aber um das ganze im rechten Licht erstrahlen zu lassen hole ich mal weiiit weiiit aus. In einer Zeit ohne Fernsehen oder Internet, sogar noch bevor das Papier erfunden wurde, waren Geschichten schon vorhanden. Eigentlich kann man sogar sagen, dass es Geschichten schon gleich lange gibt wie den Menschen. Heutzutage weiß eigentlich niemand mehr wie die erste Geschichte entstand und das ist auch nicht wirklich von Belang. Wichtig ist nur, dass Geschichten so alt sind wie die Menschheit selbst.

Aber was für einen Sinn haben Geschichten? Es ist eigentlich ganz einfach: Geschichten erweitern den Horizont. Das wars! Besonders in Zeiten als Reisen teuer und gefährlich war und man nicht eben in Google Earh Timbuktu ansehen konnte, waren Bücher und die darin enthaltenen Geschichten für viel der Einzige weg etwas von fremden Ländern zu lernen. Zu der Zeit hatten Autoren auch noch wirklich Verantwortung, könnte man sagen. Reiseerzählungen wie jene von Karl May und Geschichten von fernen Völkern haben immer schon die Menschen fasziniert.

Wir heute haben es in vielen Sachen einfacher und doch zugleich auch schwerer. Heute kann sich jeder an einen PC setzen und anfangen zu schreiben. Die meisten Menschen können, mehr oder weniger gut, lesen und durch das Internet ist der Einzugsraum gigantisch. Aber natürlich sind unsere „Kunden“ wählerischer geworden. Alleine durch die Unmengen der Bücher die es überall zu kaufen gibt. Und dann kommt noch die Lesefaulheit hinzu. Eine Krankheit die sich wie ein Lauffeuer verbreitet! Obwohl heute jeder auf Facebook oder Twitter Einträge lies, werden Bücher nicht so oft gelesen wie sie es meist verdient hätten. Ausnahmeerfolge wie Harry Potter, Twilight oder A Game of Thrones machen den meisten Autoren aber Hoffnung, dass unzähligen Stunden, welche oft in einem Buch stecken, nicht umsonst sind. Seien wir ehrlich, jeder Autor wünscht sich einen solchen Überraschungshit.

Irgendwann muss man sich zwangsläufig die Frage stellen, ob das verfolgte Konzept wirklich das wahre ist. Ob man sich die Zielgruppe nicht zu sehr einschränkt. Ich wage mal zu behaupten, dass den meisten Autoren schon einmal Zweifel an ihrer Arbeit gekommen ist. Aber erst einmal genug von Geschichten und dergleichen.

Was ist eine Zielgruppe. Eine Zielgruppe ist ein grober Umfassung von Menschen die bestimmte Kriterien erfüllen und am wahrscheinlichsten von dem Produkt angesprochen werden. Im Grunde ist es mehr so etwas wie Wahrsagen. Es kann, muss aber nicht unbedingt stimmen. Natürlich ist es ein recht guter Anhaltspunkt. Was bedeutet das aber wirklich?

Es bedeutet einfach dass sich Menschen nicht so einfach in Schubladen stecken lassen. Zielgruppen sind eine Wahrscheinlichkeitsrechnung. Es ist wesentlich wahrscheinlicher dass das vierzehnjährige Mädchen hello Kitty mag als das es der dreißigjährigen Rocker toll finden. Das ist was hinter Zielgruppen im groben steckt. Toll nicht?

Fassen wir zusammen:
Geschichten sind uralt und Zielgruppen sind seltsam.

Was will ich damit eigentlich sagen? Grob zusammengefasst möchte ich einfach sagen, dass Geschichten wichtig waren, wichtig sind und immer wichtig sein werden. Ganz egal was passiert. Ihr, liebe Autoren, seid das Herzblut welches hinter jeder Geschichte steckt. Seid stolz auf das was ihr tut und tut es mit Freuden.
Und wenn es einmal nicht mehr so läuft wie ihr es gerne hättet, denkt immer daran, dass Geschichten etwas magisches sind.

leicht verträumte Grüße
Neko

 

PS: Ich erhebe keine Anspruch auf Richtigkeit irgendwelcher Aussagen.
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About Neko

Freche kleine Katze mit einer Leidenschaft für Bücher und Geschichten :3 Meow!
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3 Responses to Autoren und das wehwechen mit der Zielgruppe

  1. Avatar von Textflash - Michaela Stadelmanns Autorenseite Wunderwaldverlag sagt:

    Hat dies auf Wunderwaldverlag rebloggt und kommentierte:
    Neko, you say it.

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  2. Avatar von Textflash - Michaela Stadelmanns Autorenseite Wunderwaldverlag sagt:

    Neko, you say it! Das musste ich einfach rebloggen 🙂 Alicia wird sich freuen.

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  3. Avatar von wiesenirja wiesenirja sagt:

    Hat dies auf Irene Bullings Lesewiese rebloggt und kommentierte:
    Diesen Beitrag wollte ich schon länger rebloggen, fand ihn nur nicht mehr … Jetzt aber!

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