Die Hauptfigur einer Geschichte soll ein Mensch sein?
Sehkmet sa’es! Das passt mir aber gar nichts ins Konzept!
So oder so ähnlich war gestern Abend mein erster Gedanke als ich von einer Freundin einen Link bezüglich Tipps für Geschichten bekommen habe. Und zwar war eine der Grundaussagen, dass die Hauptfigur ein menschliches Wesen sein soll. TOLL! Soll ich jetzt meine ganze Idee über den Haufen werfen? Ich meine, Neera ist kein Mensch!
Die Antwort ist natürlich NEIN! Ich werfe nichts über den Haufen, rein gar nichts! Schreibt doch was ihr wollt in euren Leitfäden! Meine Protoganistin bleibt wie sie ist! Felin, zentaurisch / taurform gebaut und absolut nicht menschlich! Punkt! Basta! Aus! Amen!
Gut, es macht durchaus Sinn einen Menschen als Hauptfigur zu verwenden. Ist schließlich am einfachsten und der Leser kann sich damit auch entsprechend identifizieren. Aber das ist auch irgendwie beschränkend. Davon abgesehen gibt es einige Bücher die trotz des fehlen eines menschlichen Protagonisten durchaus sehr erfolgreich sind. Natürlich ist es nicht leicht sich mit einer nicht-menschlichen Figur zu identifizieren oder deren Auffassung zu verstehen. Wie sagt man aber so schön, an Herausforderungen wächst man.
Eines darf man aber auch nie vergessen, wenn man sich für einen nicht-menschlichen Protagonisten entscheidet: Er / Sie wurde so geboren, zumindest in den meisten Fällen. Als Beispiel führe ich erneut Neera auf. Sie hatte immer schon vier Pfoten und muss nicht darüber nachdenken wie sie diese nun verwendet. Genau so wenig muss sie darüber nachdenken wie sie ihren Ohren bewegt. Die wirkliche Herausforderung ist, zu beschreiben wie sie die Welt um sich herum wahrnimmt. Hier wird die Fantasie wirklich gefordert!
Ich selbst empfinde gerade das exotische macht doch eine Figur manchmal erst richtig interessant. Und damit meine ich sowohl optische wie auch charakterlich.
Macht es einen Unterschied ob der Protagonist Menschlich ist oder nicht?
Für mich ist dies klar mit einem nein zu beantworten. Wichtig ist, dass der Charakter trotzdem glaubwürdig und interessant ist.
Schnurrigst
Neko


