Historische Katzengeschichte: Ägypten – Die Entstehung zweier Götter

Alle angaben wie immer ohne Waffe… ähm Gewähr 😉
Danke an diesen Beitrag für die Inspiration und die Aufforderung. Das habt ihr jetzt davon! Schlafende Katzen soll man nicht wecken *nickt*

Es trug sich zu vor vielen vielen vielen Jahren! Es ist nicht ganz so lange her wie die Erlebnisse von Herrn Uga, aber doch noch bevor die verrückten Menschen angefangen hat komische, spitze Dinger in die Wüste zu setzen. Zu dieser Zeit haben sie gerade erst angefangen nicht mehr nur zu jagen. Und es begab sich eben in diesen frühen Tagen der menschlichen Geschichte, als die erste Felder bestellt wurden, dass der Mensch auch bemerkte, dass sich auch andere über seine Felder freuen. Davon war er nicht ganz so glücklich! Hatte er es nicht endlich geschafft sich ein halbwegs gemütliches Heim aus Holz zu Zimmern, einen Garten und sogar ein paar Felder zu bestellen. Aber plötzlich kommen diese kleinen Mäuse und fressen ihm die ganze Arbeit weg. Dabei dachte der Mensch, er hätte alles gefährliche ausgesperrt mit seinem Feuer und den Zäunen!

Uga Junior, welche entgegen den wünschen seines Vaters Uga Senior nicht Jäger und Sammler geworden ist, sondern sich in den risikoreichen Beruf des Bauern gestürzt hat, ist allerdings immer noch ein wenig von der Jagd abhängig und neigt dazu fast alles zu jagen was er finden kann. Daher ist es auch kein Wunder, dass er seine Gemahlin öfters mal für ein paar Tage alleine lässt. Frau Uga hat entsprechend die Aufgabe auf die Felder acht zu geben und lästige Vögel und Mäuse zu verscheuchen. Im Gegensatz zu Uga Junior muss Frau Uga aber auch noch auf Uga Junior den zweiten und Ugalina acht geben während sie zugleich auf die Feldfrüchte achtet.

Während einer der Streifzüge von Uga Junior begab es sich also, dass Frau Uga mit ihren beiden Sprösslinge in der Nähe des Feldes weilte und darauf achtete, dass nicht zu viel Ungeziefer sich an der Erntet zu schaffen macht. Genau zu diesem Zeitpunkt bewegte sich eine Katze, vermutlich ein Vorfahren der Falbkatze, aus dem Feld heraus und in ihrem Maul trug sie eine Maus! Dieser schicksalsträchtige Moment beflügelt Frau Uga zu etwas unglaublichen! Anstatt die Zäune und Mauern so dicht zu halten wie möglich, lies sie einfach kleine Löcher, gerade groß genug für eine Katze. Aber wie sollte sie das ihrem Mann erklären? Als quasi geborener Jäger war für ihn die kleinen Katze auch nur etwas zu fressen! Und da kam Frau Uga die Idee! Sie musste ihrem Gatten nur weiß machen, dass Katzen ein mythisches Wesen wären und schon wäre das Problem gelöst.

Den Anfang aber machte sie bei ihren Kindern, Uga Junior den zweiten und Ugalina. Frau Uga erdachte Geschichten welche sich um Katzen drehten. Beobachtungen aus der Natur liesen sie ihr ein mythisches und rätselhafte Auftreten geben. Schnell waren die Kinder im Bann der Katzen, waren ganz hin und weg von diesen rätselhaften Wesen. Glücksbringer und große Jäger, dem Menschen wohl gesinnt und voller seltsamer Kräfte sollen sie sein! Und Frau Uga erzählte es nicht nur ihren Kindern! Nein, auch die anderen Frauen, deren Männer mit Uga Junior auf Jagdzug waren bekamen die Geschichten aufgetischt!

Und so war es, dass als Uga Junior und die anderen Männer von ihrem Jagdzug zurück kamen, dass alle Frauen und Kindern nur gutes von den Katzen berichteten. Dass man ihnen einen Weg auf die Felder lassen sollen, damit sie Glück und eine gute Ernte bringen konnte. Und so verschwand die Katze von dem Speiseplan und der Kill in Sight Liste der ersten Bauern und wurde zu einem gerne gesehenem Gast. Und während die ersten Bauern langsam viele Tiere domestizierten, blieb die Katze ein wildes Tier, denn sie tat ihre Aufgabe. Erst viele, viele Jahre später sollte sich das erneut ändern.

Und dies geschah während dem Aufstieg der ersten Hochkulturen. Der Mensch begann Städte zu bauen und immer mehr Menschen auf einen Fleck zu zwängen. Diese wollten natürlich auch essen und so wurden riesige Kornspeicher angelegt. Wo aber die wilde Katze genug war um Schädlinge in Schach zu halten, kamen sie nicht gerne in Städte und blieben auch den Speichern fern. Das wiederum kam den Nagetieren sehr zu gute, konnten sie sich doch ungestört an dem Getreide gütlich tun.

Zu dieser Zeit verehrten die Menschen des Nildeltas bereits verschiedene, tierische Götter. Besonders bei den Bauern war aber die Katze sehr beliebt. Als Bringerin des Glücks und Hüterin von Haus und Hof. Nur eine Gottheit war sie noch nicht. Irgendwann zu dieser Zeit ergab es sich, wie ist nicht ganz klar, dass sich die Menschen mehr mit den ägyptischen Falbkatzen anfreundeten. Vermutlich lockten sie sie mit ein paar Leckerbissen in ihre Städte. Und es kam wie es kommen musste! In kurzer Zeit waren Katzen überall beliebt. Sie dämmten das Ungeziefer ein und konnten sogar gefährliche Schlangen überwältigen. Schnell bildete sich ein Kult um eine neue Göttin! Bastet, Göttin der Katzen. Mit der Zeit wurden ihr viele Bereich zugesprochen. Musik, Tanzen, Feste, Heilung aber auch finsterer Aspekte wie Krankheiten und Krieg oder als Wächter des Totenreichs. Auch Frauen und Schwangere vielen unter ihren Schutz. Sie schaffte es sogar bis zur ausgewählte Kriegerin gegen Aphois.

Ägypten war wahrlich das Land der Katzen! Statuen wurden zu ihren Ehren errichtet, feste gefeiert und das absichtliche töten einer Katze unter Strafe gestellt. Als Gegenleistung hielten sie Schädlinge in Schach und schenkten Freude wie Glück. Und als die Zeit verging wurden die negative Gebiete von Bastet auf Sachmet übertragen. Damit stellte Bastet die gute, liebenswerten Eigenschaften von Katzen dar während Sachmet ihrer zerstörerische Seite verkörperte.

Selbst nach dem Untergang Ägypten und dem Aufstieg des Islam bewahrten dort die Katzen ihren Platz. Es soll sogar im Koran stehen, dass Mohammed seinen Ärmel abschnitt, anstatt eine schlafende Katze zu wecken.

Trotz alledem ist die uns so wohlbekannte Hauskatze immer noch derselbe Jäger, der Frau Uga beim bewachen der Felder unwissentlich geholfen hat.

Über Neko

Freche kleine Katze mit einer Leidenschaft für Bücher und Geschichten :3 Meow!
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9 Antworten zu Historische Katzengeschichte: Ägypten – Die Entstehung zweier Götter

  1. kaiglaeser schreibt:

    Hat dies auf Wenn Tinte aus den Fingern fließt… rebloggt und kommentierte:
    Und schon haben wir einen neuen Trend: Geschichten über Geschichte 😉

    Herrlich katzig erzählt! Und was Herrn Uga folgte wissen wir nun auch 🙂

    Gefällt 1 Person

  2. Wunderwaldverlag schreibt:

    🙂

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  3. Wunderwaldverlag schreibt:

    Hat dies auf Wunderwaldverlag rebloggt und kommentierte:
    … wenn das so weitergeht, werde ich nicht nur diverse Entitäten wiederbeleben, sondern auch noch das moderne Halbwissen. Danke für diese katzige Unterweisung!

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    • kuschelflummi schreibt:

      Wieso Halbwissen? Ich glaube nicht, dass irgendwer wirklich genau weiß wie es dazu kam, dass die Katze als Nutztiere und nicht mehr als Räuber angesehen wurde *schmunzelt* auch wie die Ägypter die Miezen in ihre Kornspeicher bekommen haben ist nicht historisch belegt. Aber wie Götter entstehen ist recht bekannt.

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      • Wunderwaldverlag schreibt:

        Die Macht der Worte 🙂 Sorry, das kam falsch rüber. Ich habe vor ein paar Jahren eine Jux-Serie „Modernes Halbwissen“ als Podcast herausgebracht. Da habe ich mich mit so schönen Begriffen wie „Geldkatze“ oder „Schokolade“ befasst. Gestern Abend verspürte ich spontan Lust, die wieder zum Leben zu erwecken. Mal schauen – die Podcasts kamen nicht so gut an, wahrscheinlich weil man zuhören musste (Kalauer komm raus …) – vielleicht transkribiere ich sie ja doch noch.

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      • kuschelflummi schreibt:

        Ah! Ein Insider! Insider sind, wie Spoiler, entsprechend zu Kennzeichnen 😉
        In dem Fall sollte dein erste Podcast „Kalauer für Dummies“ heißen 😛

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      • Wunderwaldverlag schreibt:

        Da werde ich doch gleich mal den Auer Karl fragen, ob er mitmacht (krchihihi …)
        Beim Stöbern habe ich noch andere Brocken gefunden. Man kann sich ja über sooo viele Sachen lustig machen. vielleicht tue ich es wirklich. Bleibt die Frage, wer freiwillig mitkalauert. Wäre nett!

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      • kuschelflummi schreibt:

        *kichert* Da bin ich ja dann erstmal aus dem Schneider. Das letzte was du brauchst ist ne Mietze mit nem Bergdialekt. Könnte mich aber eventuell für nein Gastauftritt breitschlagen lassen … Meow :3

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  4. Pierre Stratten schreibt:

    Hat dies auf Pierre Strattens Autoren-Blog rebloggt.

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