Katzenupdate am 18.3.15

Sooo, damit geht es weiter. Wie üblich ist hier der Rest vom Schützenfest.
Ich hab nun auch ne grobe Vorstellung wie es weitergehen wird. Seid gespannt


„Also Katze, warum hast du immer noch nicht panisch die Flucht ergriffen?“, fragt die Maus nach ein paar Augenblicken mit echter Verwunderung in den Augen. „Musst wohl zu diesen Lebensmüden Schleichpfoten gehören“, stellt sich keinen Augenblick später fest und putzt sich hinter den Ohren.

Mit schief gelegtem Kopf beobachte ich die kleine Maus eingehend. Das ist also eine australische Wüstenspringmaus, die eigentlich aus Texas kommt? Irgendwie sagt mir das nichts. Aber einen lustigen Namen hat sie und nicht zu vergessen, dass sie sehr von sich eingenommen ist. „Ich bin Pfötchen“, stelle ich mich freundlich vor während ich erneut an dem Mäuschen schnuppere.

„Ey ey ey! Vorsicht ja? Hast du ne Ahnung wie lange es dauert bis das Fell so sauber ist? Außerdem will ich nicht nach Flokati riechen! Das könnten mir Andere übel nehmen“, meint Whiteny noch während sie einen Sprung von meiner Nase weg macht. „Und was ist das überhaupt für ein komischer Name? Pfötchen? Klingt als würde dich jemand gerne ärgern“, stellt die Maus noch frech fest.

Ich knurre die Maus warnend an, ehe ich mit angelegten Ohren antworte: „Du musst gerade Reden! Was soll den Whiteny für ein Name sein?“
Unbeeindruckt stellt sie sich auf die Hinterpfoten. „Oh, was war das denn? Bist du beim Waschen eingegangen, kleiner Tiger?“, fragt die Texasmaus hämisch. Mit zwei Sprüngen ist sie links von mir. Und schon wechselt sie die Seite, ehe sie mich auch von hinten begutachtet. Verflixte Springmaus! Gibt es doch gar nicht, dass die so schnell ist. Noch während ich versuche ihr mit den Augen zu folgen, erklingt die quietschende Stimme auch schon von wieder von vorne: „Du bist ne echt komische Katze! Klingst wie ein Tiger und hast dabei nicht mal Streifen. Vielleicht bist du ein Fleckentiger? Der beim Waschen eingegangen ist.“

Genervt verdrehe ich die Augen und zucke mit dem Schweif ehe ich mich ausgiebig durchschüttle. „Es tut mir wirklich leid, dass ich dich angesprungen habe. Aber ich muss nun wirklich weiter“, meine ich schließlich zu Whiteny. Kaum aufgestanden, strecke ich mich genüsslich durch, nur um nach den ersten paar Schritten die Maus erneut zu vernehmen: „Ja, so ist’s richtig! Hau nur ab, kleiner Tiger.“
„Die Maus hat Nerven“, murre ich in Gedanken während ich mit den Ohren zucke.

Noch bevor das freche Nagetier mir weitere Beleidigungen an den Kopf werfen kann, flüchte ich mit ein paar Sprüngen wieder zurück ins Unterholz. Kurz kratze ich mich mit dem Hinterlauf hinter den Ohren ehe ich mein Näschen wieder einsetze in der Hoffnung noch eine frische Spur zu finden. Leider stellt sich meine Nase doch nicht als so genial überlegen heraus. Irgendwie scheine ich mich sogar im Kreis zu bewegen. Ich stoße immer wieder auf die eine Spur von der verfluchten Springmaus!

Mit einem genervten Fauchen entschließe ich mein Glück etwas tiefer im Wald zu versuchen. Ohne die Nase auf dem Boden tapse ich durchs Unterholz, springe über Wurzeln und Steine nur um regelmäßig die Luft zu schmecken. Aber alles nur Nieten, nicht der kleineste Geruchsfetzen von einer Maus oder Ratte. Nur Vögel rieche ich immer wieder. Aber die flattern permanent aufgescheucht davon, als würde ich wie ein Mensch durchs Unterholz stampfen.

Trotzdem versuche ich mein Glück weiter! Es kann ja nun wirklich nicht sein, dass die einzige Maus in der ganzen Gegend eine sprechende, australische Wüstenspringmaus aus Texas mit schlechten Manieren ist. Immer wieder springe ich auf erhöhte Stellen, lasse meinen Blick weifen, versuche mit den Ohren jedes Geräusch zu registrieren und flehme. Dabei strecke ich bei geöffnetem Mund die Zunge leicht heraus. Anschließend atme ich zugleich durch Mund und Nase ein. Aber auch das bringt nichts.

Schön langsam geht mir auch die Zeit aus. Enttäuscht und vor allem sauer auf mich selbst mache ich mich auf den Rückweg zum Treffpunkt. Es stellt sich schnell heraus, dass ich doch eine größere Strecke zurückgelegt habe als Gedacht. Zum Glück haben alle Katzen einen untrüglichen Orientierungssinn, solange niemand zwischendurch das ganze Gebiet umbaut. Im Grunde brauche ich nur meiner eigenen Geruchsspur zurück zu folgen. Allerdings ist es doch einige Male angebracht, ein wenig abzukürzen.

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