Für gewöhnlich sagt man ja, ein Charakter muss Stärken und Schwächen habe. Ein Protagonist dem alles gelingt und der einfach alles kann geht einem recht schnell auf die Schnürsenkel. Das ist dann der Moment wo ich mich ernsthaft Frage, wie hat Superman es ins Rampenlicht geschafft?
Gehen wir der Sache mal auf den Grund in dem wir zwei dieser Helden eingehender durchleuchten: Superman und Batman. Zwei die eigentlich Unterschiedlicher nicht sein können auf den ersten Blick. Das schöne ist, jeder kennt sie und ich muss nicht jedes Details raus kramen wie es bei Tigra oder eventuell Catwoman tun müsste.
Fangen wir mit dem dunklen Ritter Batman an. Grundsätzlich ist der Charakteraufbau reicht einfach: Tragisches Kindheitserlebnis macht den Multimillionär zum Rächer von Gotham City. Es ist immer wieder schön zu sehen wie er sich fast Zwanghaft auf die Verbrecher stürzt um andere vor einem ähnlichem Schicksal zu bewahren. Dem gegenüber steht sein alter Ego Bruce Wayne, der gelassene immer coole Playboy. Batman ist eigentlich der Archetype des tragischen Helden. Ein Held mit dem man mit fiebert und der irgendwie ziemlich an Odysseus erinnert.
Und nun schauen wir mal Superman an. Der sieht gut aus, hat alle diese Unglaublichen Kräfte, ist so gut wie unverwundbar und kann fliegen. Ein wahres Multitalent, gerade zu zum Kotzen. Warum aber ist Superman trotzdem sogar beliebter als Batman? Ein Grund dafür ist sicher ein alter Ego, der leicht tollpatschige Reporter Cark Kent. Und wer mag Clark nicht? Ist doch immer wieder herrlich wie er sich zufällig zum Affen macht und hinter Lois Lane her spaziert. Lois ist der andere Teil welcher den Charakter Superman so beliebt macht. Man könnte fast sagen eine, nicht ganz so tragische, Liebesgeschichte. Trotzdem aber ist Superman immer noch voll overpowerd. Interessant wird der Charakter erst durch die Gefühlstiefe die man ihm verliehen hat, besonders in den Momenten wo er als Clark Kent mal wieder Lois stehen lassen muss um die Welt zu retten. Wenn Batman ein Odysseus ist, ist Superman ein Achilles.
Wir haben also zwei grundverschiedene Heldentypen von dem einer auf den ersten Blick eigentlich total doof ist, aber durch gewisse Kniffe zu einem Publikumsliebling wird. Aber was sagt uns das alles im Bezug auf Charaktere in Büchern? Ziemlich viel eigentlich.
Wenn man einen Superman als Charakter hat, ist es viel wichtiger sich mehr auf seine emotionale Seite einzulassen, ihn in ethisch verzwickte Situationen zu stecken und eine Liebesgeschichte schadet auch nie. Man kann auch aus Supermännern interessante Charaktere machen, man muss nur wissen wie.
superschnurrig
Neko



Dazu mal die Ohrbooten mit „Superman“, der leider nur eine „dumme Faust voraus“ hat und dafür auch nie Feierabend. Har har!
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Hat dies auf Wunderwaldverlag rebloggt.
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