Katzenupdate am 11.3.15

So, wie einen Teil fertig! Am Ende darf ich euch einen neuen Charakter vorstellen, wie er so noch nie und nirgends anzutreffen war. Seid gespannt was ich mir da wieder ausgedacht habe.

schnurrig
Neko


„Jetzt aber kommen wir zu einem sehr wichtigen Punkt! Hört also gut zu, während ich euch die heilige Regel bei der Anwendung von Magier erkläre“, spricht Silberfell nach ein paar Minuten der Stille mit ernster Stimme. Ihr Blick fixiert uns zwei Jungkatzen eisern, sodass wir fast automatisch aufmerksam vor ihr sitzen. Es ist irgendwie seltsam, wie die silbergraue Katze uns so mustert, als würden wir jeden Moment etwas ausfressen. Still sitzen Weißpfote und ich da, mit aufgerichteten Ohren.

Silberfell lässt kurz den Blick schweifen ehe sie uns wieder fixiert, als wären wir die nächste Beute. „Viele Zauber benötigen ein Opfer um zu funktionieren oder auch um ihrer Wirkung zu verbessern. Niemals dürft ihr hierfür ein bewusstes Lebewesen verwenden!“, spricht sie mit eindringlicher Stimme. Ich zucke unwillkürlich zusammen.

„Was genau ist ein bewusstes Lebewesen und wie erkennt man es?“, frage ich vorsichtig. Die Sucherin legt den Kopf leicht schief und leckt sich über die Lefzen. „Wir sind bewusste Lebewesen. Alle Katzen sind Bewusst, ebenso die Menschen“, erläutert sie freundliche. Silberfell erhebt sich anschließend um sich durchzustrecken. Danach lässt sie den Blick kurz ziellos umherschweifen.
„Bewusste Lebewesen erkennt man in erster Linie an der Fähigkeit zu sprechen. Raben und Krähen sind so gut wie immer mit Bewusstsein. Eulen weisen ebenfalls einen sehr hohen Anteil an Bewussten auf. Bei Hunden wird die Sache schon schwieriger. Allerdings kann jedes Tier ein Bewusstsein entwickeln. Ihr erkennt sie meistens daran, dass sie größer und klüger sind als ihre unbewussten Verwandten. Daher sind sie auch oft die Alphas“, vertieft sie ihre Ausführung noch.

Mit leicht schief gelegtem Kopf schaue ich Silberfell neugierig an. „Und man kann so gut wie jedes Lebewesen für einen Zauber verwenden oder gibt es da Einschränkungen?“, frage ich interessiert nach während ich Weißpfote sanft über den Kopf lecke.
Die Sucherin legt sich wieder gemütlich hin ehe sie antwortet: „Grundsätzlich klappt es mit allem. Allerdings ist die Magie an den Körper gebunden. Sie wirkt nur solange der Körper nicht völlig verwest und noch an Ort und Stelle ist. Größere Tiere würden zwar länger halten, sind aber auch schwerer zu verstecken“, beantwortet sie meine Frage.

Leicht nickend rolle ich mich auf den Rücken nur um von Weißpfote festgenagelt zu werden. Frech leckt er über meinen Hals und entlockt mir ein genießerisches Schnurren. „Was haltet ihr davon, wenn wir uns an einem einfachen Sucherzauber versuchen?“, fragt Silberfell plötzlich. Sofort sind wir auf die Sucherin fixiert. Während wir uns voneinander lösen, fragt Weißpfote: „Was müssen wir dafür tun?“

„Es ist ganz einfach“, fängt Silberfell mit der Erklärung an während sie sich selbst das Fell putzt, „Wir brauchen dazu allerdings eine Maus oder etwas ähnliches. Das wird eure Aufgabe sein. Ihr hab zwei Schläfchen Zeit, dann treffen wir uns wieder hier.“ „Und was wenn wir keine fangen können?“, fragt Weißpfote unsicher während er mit den Vorderpfoten nervös den Boden bearbeitet.
Silberfell kommt elegant auf uns zu und leckt Weißpfote sanft über den Kopf. „Ich habe vollstes Vertrauen in euch Beide. Ihr werdet das bestimmt schaffen“, schnurrt sie freundlich. Frech stupst mich die Sucherin ehe sie sich auf den Weg macht. Weißpfote und ich bleiben etwas irritiert zurück.

„Na, dann machen wir uns auf die Suche oder?“, frage ich nach einem Weilchen Weißpfote. Dieser sieht mich ein wenig schief an, ehe e sich schüttelt. „Weißt du denn wo wir eine Maus oder etwas dergleichen finden? Und wie wir sie fangen können?“, fragt der schwarze Kater mit einem schniefen. Kurz stupse ich ihn aufmunternd an, ehe ich meinem Näschen zu der Stelle wo ich bereits bei unsere Ankunft etwas gewittert hatte. Mit zuckenden Ohren drehe ich mich zu Weißpfote. „Los, hier ist eine Spur!“, rufe ich dem zögerndem Kater zu ehe ich mich leichtpfotig auf die Jagd mache.

Es dauert auch nicht lange bis Weißpfote an meiner Seite ist. Während wir mit unseren Nasen dem verlockenden Geruch nach Nagetier folgen, zucken unsere Ohren immer wieder, um ja kein verräterisches Geräusch zu verpassen. Im Unterholz finden sich bereits nach nur wenigen Katzenlängen deutliche Spuren von den Nagern, wie zum Beispiel Kot. Allerdings gibt es auch eine unerwartete Entdeckung. Die Fährte teilt sich plötzlich.

Mit schief gelegtem Kopf schaue ich Weißpfote fragend an. „Naja, ich denke die Erfolgschancen erhöhen sich, wenn wir und aufteilen“, meint er ein wenig unsicher.
Kurz betrachte ich beide Fährten noch eingehend ehe ich zustimmend nicke. „Du hast recht, teilen wir uns auf.“
Weißpfote zögert bevor er die rechte Spur, welche scheinbar tiefer in den Wald führt, nimmt. Damit bleibt für mich die linke Fährte mit Richtung offenes Feld.

Mit der Nase nahe am Boden folge ich meiner Fährte vorsichtig weiter. Nach und nach wird sie frischer, was nur bedeutet kann, dass ich mit dem Nagetier langsam aber sicher nähere. Dummerweise führt die Spur aber direkt in offenes Feld, wo es kaum Deckung gibt. Außerdem sticht mein Fell aus dem weißem Zeig doch teuflisch hervor. Trotzdem versuche ich mein Glück. Mit dem Körper nahe am Boden schleiche ich der Spur nach, wobei meine Pfote immer wieder durch die harte Kruste brechen. Bei jedem knirschen bleibe ich angespannt stehen um zu lauschen.

So brauche ich für die Strecke, die ich ansonsten in Windeseile bewältig hätte, gute eineinhalb Nickerchen lang. Dafür werde ich anschließend mit einem Ziel belohnt! Nur in paar Katzenlängen von mir entfernt, hüpft ganz quirlig eine Maus herum. Weißes Fell, rote Augen und irgendwie komische Beine, aber definitiv eine Maus, wenn auch eine die zu zittern scheint.

Vorsichtig lege ich mich auf die Lauer. Augen und Ohren direkt auf mein Ziel gerichtet, die Beine angespannt, bereit zum Sprung. Aber die Maus hüpft so schnell quer durch die Gegend, dass es mir schwer fällt sie richtig ins Visier zu nehmen. Plötzlich springt sie von einem Hügelchen zum nächsten ehe sie auch schon wieder weiterrennt. Zumindest aber scheint sie mich noch nicht bemerkt zu haben. Geduldig beobachtet ich den Nager weiter, bis ich mir sicher bin bei meinem Angriff erfolgreich zu sein. Es stellt sich als eine Geduldsprobe heraus. Doch schließlich kommt das passende Moment! Mit einem schnellen Sprung überrasche ich das Tierchen völlig. Siegreich drücke ich die Maus mit den Pfoten auf den Boden.

„Spinnst du?! Verdammte räudige Katze, lass mich sofort los“, quietscht es zwischen meine Pfoten aufgeregt hervor. Überrascht lasse ich meine Beute los und starre sie einen Moment einfach nur an. „Tut mir leid, ich wusste nicht, dass du spreche kannst“, stammle ich verlegen hervor. Silberfell hatte uns ja gerade erst davor gewarnt, dass wir anderen bewussten Wesen nichts tun dürften.
„Das ist ja wohl auch das mindeste!“, mault die kleine Maus ungehalten während sie sich die Tasthaare putzt. Neugierig schnuppere ich an dem Nager ehe ich frage: „Wer und was bist du eigentlich?“
Die Maus sieht mich herausfordernd an und macht einen ordentlichen Satz auf mich zu, der mich sofort ein paar Schritte zurückweichen lässt. „ich bin Whiteny! Eine australische Wüstenspringmaus aus Texas. Und wenn du dich nochmal so feige an mich heranschleichst, dann zeig ich dir wo der Hammer hängt. Wir haben es auch den Comanchen und Apachen gezeigt!“

Über Neko

Freche kleine Katze mit einer Leidenschaft für Bücher und Geschichten :3 Meow!
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Eine Antwort zu Katzenupdate am 11.3.15

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