Charaktereinführung oder was bei Justice League schief gelaufen ist

Eigentlich ist ja das Line Up von Justice League nicht schlechter als jenes von The Avengers. Superman, Batman, Wonder Woman, Flash, Cyborg und Aquaman. Allerdings zucken hier schon einige mit den Augenbrauen. DC bzw WB hat hier nämlich den größten Fehler gemacht. Anstatt wie Marvel zuerst für alle Charaktere einen oder sogar zwei Soloabenteuer heraus zu bringen, um einen gewissen Kanon und Bekanntheit zu erzeugen, werden gleich 3 eher unbekannte Helden aufs Schlachtfeld geworfen. Fatal besonders im Bezug auf den Flash, der ja eigentlich bereits eine Serie hätte, aber das ist dann wieder ein anderer Flash.

Cyborg und Aquaman sind dagegen wohl eher nur den eingefleischteren Nerds wirklich ein Begriff. Zugleich stellt sich der Film schnell als viel zu kurz heraus, um auf diese Charaktere wirklich näher einzugehen. Besonders, da Superman ihnen sowieso allen die Show stiehlt. Aber vielleicht ist es eine wichtige Lektion, die man sich auch als Autor zu Herzen nehmen kann: Ausreichend Zeit für die Etablierung der Protagonisten einplanen. Natürlich muss es bei bekannteren Figuren wie etwa Spiderman, Batman, Superman und wie sie alle heißen nicht sein. Immerhin kennt die so ziemlich jeder inzwischen.

Beispiel Civil War. Hier wird neben Spiderman auch noch Black Panther eingeführt, dessen Hintergrund kurz angeschnitten wird, ausreichend um ihn glaubwürdig handeln zu lassen. Die Origin Story von Spiderman kennt ja auch schon jedes Kind nach 3 verschiedenen Filmen und X Serien. Der restliche Cast dagegen hatte schon mehr oder weniger viele Auftritte. Entsprechend sind die Charaktere doch schon recht bekannt.

Es ist also wirklich wichtig, sich die Zeit zu nehmen, seine Charaktere entsprechend vorzustellen. Dabei ist vor allem zu beachten, nicht zu viele zugleich einzuführen. Das Publikum ist ansonsten gerne überfordert bzw beginnen Dinge zu verwechseln. Erschwerend kommt natürlich noch dazu, dass der Hintergrund von Superhelden meist eher komplex ist und es teilweise schon schwer genug ist, alles Wichtige in einen Film mit einer Laufzeit von unter 4 Stunden zu packen.

Mal schauen wie sie bei DC und Marvel mit ihren Filmuniversen weitermachen. Bisher hat meiner Meinung nach ja Marvel definitiv die Nase vorne. Vielleicht erfüllt sich ja mein heimlich gehegter Wunsch und es wird mit Tigra eine der weniger bekannten Marvel Helden auch verfilmt. Und Hey, wer will keine Tigerdame im Bikini auf der Leinwand sehen zwinker

Schnurrig
Neko

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