Der Weg des Protagonisten

Nachdem ich mich ja erst kürzlich ganz herrlich über die Antagonisten ausgelassen habe, ist nun das Gegenteil dran.

Protagonisten sind die Hauptpersonen einer Geschichte. Alles dreht sich mehr oder weniger um sie bzw. sind der Dreh und Angelpunkt der Story. Was macht aber nun einen guten Protagonisten aus? Es ist ganz natürlich, dass sich viele Schreiber und wenn es gut läuft auch die Leser, emotional mit diesen Verbunden fühlen. Aber um das hinzubekommen, sind ein paar andere Dinge erst nötig.

Oftmals definieren sich Protagnisten durch ein wichtiges Erlebnis. Speziell bei Heldenfiguren wie etwa Batman, ist dieses besonders dramatisch. Diese Erlebnisse geben dem Charakter das gewisse etwas, die Motivation und auch manchmal einfach den passenden Hintergrund. Dabei ist es nicht unbedingt nötig, dieses Erlebnis aktiv in die Geschichte einzubauen. Es reicht bereits, wenn es im Charakterkonzept entsprechend verbaut ist. An passenden Stellen kann man es dann immer noch hervorgraben.

Etwas anderes, dass die Protagonisten interessant macht, ist die stetige Entwicklung des Charakters. Jedes Ereignis sollte sich irgendwie auf diesen Auswirken. Kaum ein Char ist schon fix fertig, wenn er in einer Geschichte auftaucht. Es gibt immer Ecken und Enden an denen man noch feilen kann. Interessanter Weise wird dieses Entwicklung besonders gerne bei Charakteren mit militärischen Hintergrund zumindest grundlegend aufgearbeitet. Sei es das Training oder anschließende Einsätze die nicht ganz Rund liefen.

Während bei Antagonisten der Tod desselbigen oft keine sonderliche Überwindung kostet oder einfach ein Teil der Story ist, ist solche eine Wendung für Protagonisten nicht üblich. Star Trek zum Beispiel hatte für die Dramatik jede Menge Einwegstatisten, die mal eben den Löffel abgeben konnten. Die Hauptcrew dagegen kommt für gewöhnlich mit eher mickrigen Blessuren davon. Game of Thrones dagegen neigt dazu, eigentlich alle offensichtlich mächtigen Charaktere über kurz oder lang über die Klinge springen zu lassen. Hier ist allerdings anzumerken, dass zwar der Fokus auf diesen Charakteren liegt, die Verbindung der Story aber scheinbar unwesentlichen Nebencharaktere sind. Game of Thrones bildet in dieser Hinsicht eine interessante Variante der Erzählung einer Geschichte ab, bei welcher der Fokus von den eigentlichen Protagonisten abweicht.

Viele Protagonisten werden erst im laufe einer Geschichte wirklich rund geschliffen, fast wie ein Stein in einem Fluss. Hier ist auch das Alter eben jener zu beachten, da junge Charaktere immer formbarer sind als Alte. Zumindest meiner Meinung nach.

schnurrig
Neko

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